Traurednerin Birgit Petrich – Hinter den Kulissen am vierten Advent

Das vierte Adventswochenende ist nun auch schon fast vorbei. Zum krönenden Abschluss unserer Reihe „Hinter den Kulissen“, erzählt euch heute Traurednerin Birgit, was sie so im Winter zu tun hat. Also macht es euch gemütlich, packt den Glühwein und die Kekse aus und träumt von eurer Hochzeit.

Hallo, liebe Freunde von hochzeit-usedom.de!

Das Jahr ist bald vorbei. Aber wie heißt es immer so schön, nach der Hochzeit ist vor der Hochzeit. Viel Arbeit wartet auf mich, denn die Anfragen für freie Trauungen gehen schon bis ins Jahr 2022.

Das bedeutet für mich, alles in Ruhe vorzubereiten und die künftigen Paare kennenzulernen. Um die Rede authentisch und lebensnah zu schreiben, plaudere ich mit euch über das Leben vor dem Kennenlernen und betreibe Recherchen zur gemeinsamen Zeit. Dann erfahre ich auch das eine oder andere Geheimnis. 😉

Ja und wenn ich dann alle Informationen von euch als künftiges Brautpaar habe, geht es erst richtig los. Dann heißt es, für jedes künftige Paar eine individuelle Rede schreiben. Da sitze ich dann schon so um die 6 Stunden. Dann wird alles abgespeichert und nach ca. 14 Tagen nochmals gelesen und verändert, bis alles passt.

Gerade jetzt, wo keine Treffen möglich sind, greife auch ich auf Videochat, Skype, Mail und gerne das Telefon zurück, um wenigsten einen kleinen persönlichen Eindruck voneinander zu bekommen.

Schließlich muss am Tag der Trauung alles zu 100 % passen. Also muss ich im Vorfeld auch mit euch als Paar darüber sprechen, welche Musik es geben wird.

Musik bei der freien Trauung

Die Musik während der Trauung ist wichtig, da sie euch als Brautpaar eine kleine Verschnaufpause gibt. Es können noch einmal liebe kleine Worte zwischen euch ausgetauscht und die Tränchen von der Rede abgetupft werden.

Die Paare erinnern sich oft an einen Tag oder ein bestimmtes Ereignis zurück.

Die Lieder sucht immer ihr als Brautpaar aus, ihr dürft auch bestimmen, ob die Songs ganz ausgespielt oder nur angespielt werden. Wichtig ist, dass ihr Lieder nehmt, mit denen ihr etwas verbindet. Sucht euch nicht irgendeinen Song aus, der gerade in den Charts ist oder auf einer Liste der „Besten Hochzeitslieder“ steht. Schöner ist es, wenn ihr einen persönlichen Bezug zu dem Song habt, so ist es viel emotionaler.

Wenn ein Hochzeitssänger die Lieder, die euch so viel bedeuten, singt, dann bleibt oftmals auch kein Auge trocken. Unsere Hochzeitssängerin Mica hat schon viele Paare und deren Gäste am Strand zu Tränen gerührt.

Live Gesang ist euch zu emotional, dann ist vielleicht ein DJ die richtige Wahl? Schaut dazu mal bei unserem Weddingmann Karsten vorbei, der hat letzte Woche aus dem Nähkästchen geplaudert.

Falls ihr dies alles nicht haben möchtet und die Lieder lieber im Original hört, dann bringe ich auch meine Anlage zur Trauung mit.

Hochzeitsrituale

Wir besprechen auch vorab, welche Rituale während der Trauung stattfinden sollen. Es gibt viele verschiedene Hochzeitsrituale, wie zum Beispiel das Sandmischen, der Brautbecher oder auch das Eheversprechen. Diese Rituale einer freien Trauung habe ich bereits in einem anderen Blogbeitrag erklärt, diesen findet ihr hier.

Ich werde euch jetzt noch zwei weitere Traurituale vorstellen. Fangen wir mit einem feurigen Ritual an.

Die Hochzeitskerze

Im kommenden Jahr ist der Brauch der Hochzeitskerze sehr beliebt. Ursprünglich kommt dieses Hochzeitsritual aus der Kirche. Dort steht die Kerze für die Anwesenheit Christi.

Bei einer freien Trauung wird sie angezündet, um zu zeigen, dass ihr als Brautpaar Feuer und Flamme füreinander seid.

Mit der Traukerze soll auch an die lieben Menschen Gedacht werden, die bei eurer Hochzeit nicht mehr dabei sein können.

Auch nach der Hochzeit soll die Kerze zu besonderen Anlässen brennen. Ihr zündet sie zum Beispiel an euren Hochzeitstagen an, oder aber auch wenn sich Nachwuchs ankündigt. Doch auch an nicht ganz so guten Tagen, wenn Redebedarf besteht oder Ängste euch quälen, soll euch die brennende Kerze begleiten und euch daran erinnern, was ihr euch einst versprochen habt.

Bei Strandtrauungen müssen wir natürlich aufpassen, dass der Wind die Kerze nicht direkt wieder auspustet. Wenn ihr euch eine Hochzeitskerze besorgt, schaut gleich nach einem passenden Windlicht oder anderem Glasgefäß.

Bei einer freien Trauung in diesem Jahr, hat das Brautpaar die Kerze von ihren Müttern anzünden lassen. Das war ein sehr emotionaler Moment.

In der Regel zündet das Brautpaar jedoch die Kerze selber an. Da es eine freie Trauung ist, könnt ihr dieses Ritual jedoch gestalten, wie ihr es möchtet. Es können auch die Trauzeugen oder andere Menschen, die euch wichtig sind eure Kerze anzünden. Ich rate jedoch davon ab, euren Kindern die Streichhölzer in die Hand zu drücken.

Meine Brautpaare haben selber auch viele Ideen für Traurituale, somit kann ich den Winter dafür nutzen, weitere schöne Rituale in meine Reden miteinzubauen.

Den keltischen Brauch des Zusammenknotens finde ich sehr interessant. Er passt gut hier in den Norden. Wie der Brauch funktioniert und woher er kommt, erkläre ich euch jetzt.

Keltisches Trauritual

Das Knoten, auch Handfasting genannt, war damals eine Art von Eheurkunde oder schriftlichem Vertrag. Es wurde nach dem Eheversprechen ein Knoten in ein Tuch gemacht, auf dem die Namen des Ehepaares stand.

Das Ritual wurde in den keltischen Stämmen Europas praktiziert. Die keltischen Stämme lebten vor allem in Mittel und Nordeuropa. Die bekanntesten sind die Gallier und Germanen. Damals war es Teil der Zeremonie, das Tuch zu bemalen und mit den Namen zu versehen. Heute kann dies jedoch auch gut vorbereitet werden. In der Zeremonie stellt ihr euch als Brautpaar gegenüber oder nebeneinander und die Hände werden mit einem leichten Knoten verbunden. Danach könnt ihr euch gegenseitig ein Eheversprechen geben oder ich als Traurednerin sage ein paar Worte. Dies können auch die Trauzeugen übernehmen, genauso wie das Verknoten eurer Hände. Dann zieht ihr den Knoten im Tuch fester und löst eure Hände aus dem Tuch.

Es muss auch nicht immer ein Tuch sein, es kann ganz maritim ein Seemannstau sein oder doch lieber ein oder zwei Satinbänder. Alles ganz individuell auf euch abgestimmt.

Also wer da glaubt, es dreht sich nur im Sommer um die Hochzeiten, dem muss ich sagen, mit dem heutigen Blick hinter die Kulissen seht ihr, das sicher auch ein wenig anders.

In diesem Sinne traut euch, ich bin gerne für euch da! Und wartet nicht zu lange mich zu kontaktieren.

Das gesamte Team von Heiraten auf Usedom wünscht euch frohe Weihnachten, genießt die Zeit mit euren Liebsten. Schaut doch noch mal zwischen Weihnachten und Silvester vorbei, da lässt Onkel Ben´s noch einmal von sich hören.

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