Hochzeitsbräuche und Rituale während einer freien Trauung

Text: freie Traurednerin Birgit
Fotos: Fotografin Anett

Wie heißt es immer so schön, vor der Hochzeit ist nach der Hochzeit.

Mein erster Hochzeitssommer liegt hinter mir und ich möchte es nicht versäumen, hier zu berichten wie es war, glückliche Paare zu begleiten. Ob am Strand, im Inselhof Vineta oder aber ganz privat im Garten der Brautpaare – an vielen verschiedenen Orten auf der Insel Usedom durfte ich Brautpaare an ihrem großen Tag begleiten.
Heute kann ich auf tolle Momente zurückblicken. Ich durfte Menschen kennen lernen, zusammen mit ihnen die Hochzeitsrede vorbereiten und es war jedes Mal spannend, Lebensmoment zu erfragen, um sie dann auch in die Rede einzubringen.

Natürlich hatte jeder seine ganz eigenen Wünsche, wenn es um Rituale ging. Anders als bei einer standesamtlichen Trauung, kann man im Rahmen einer freien Trauung nämlich noch zusätzliche Rituale und Bräuche einbauen. Diese sind natürlich nicht nur für das Brautpaar spannend, sondern haben auch für die Gäste einen emotionalen Wert. Neben den klassischen und traditionellen Ritualen, wie dem Ringtausch und dem ersten Kuss als Hochzeitspaar gibt es auch folgende Bräuche und Rituale:

Der Brautbecher, auch Hochzeitsbecher genannt

Der Brautbecher oder auch Hochzeitsbecher genannt, ist ein doppelseitiges Trinkgefäß. Früher wurde er jungen Eheleuten zur Hochzeit als Geschenk überreicht.
Heute wird er sehr gerne bei unseren Ehezeremonien zum Einsatz gebracht.

Zwei verzierte Kelche sind durch ein Gelenk miteinander verbunden, so dass Braut und Bräutigam gleichzeitig aus diesem Becher trinken können. Der große Becher stellt den Rock der Dame dar, der kleine Becher ist jener, welchen die Dame mit ihren Händen trägt.
Zusammen trinkt das junge Paar geichzeitig aus beiden Bechern. Natürlich wird dazu auch eine wunderschöne Geschichte erzählt, welche die Entstehung und Bedeutung dieses Bechers zum Inhalt hat.

Glück sollen jene haben, welche es schaffen gleichzeitig aus dem Becher zu trinken, ohne einen Tropfen zu vergießen. Ich kann verraten, dass es bisher jedem Paar gelungen ist.

Das Sandmischen – die Sandzeremonie

Die Sandzeremonie ist eine wunderschöne Geste mit einer sehr tiefen Bedeutung für das Brautpaar. Mit dem Tag der Hochzeit entsteht eine Verbindung zwischen Ehemann und Ehefrau, die durch das Zusammenfließen des Sandes symbolisiert wird.
Symbolisch mischen die Brautleute ihre Lebensträume und verdeutlichen Verbundenheit und Zusammengehörigkeit. Jeder hat seine Sandfarbe gewählt und die vielen 1000 Körnchen werden in einem Gefäß gemischt.
Natürlich können auch noch mehr Personen in diese Traummischung mit einbezogen werden. Das entscheidet alleine das Brautpaar. Ob Kinder oder Eltern oder aber auch symbolisch Menschen, die nicht mehr unter uns weilen. Ein schöne und gern gewählte Zeremonie.

Übrigens ist das Glas mit dem gefüllten Sand auch ein tolles Dekoelement und Andenken an einen wunderschönen Hochzeitstag.

Die Ringe wandern lassen

Bei diesem Ritual kommt es natürlich auch ganz auf die individuellen Wünsche des Brautpaares an.
Mittels Wunschband, dass durch die Reihen der Gäste geht, werden die Ringe über das Band von Gast zu Gast gereicht. Jeder behält diese einen kurzen Moment in den Händen, um gute Wünsche mit auf den Weg zu geben.
Unbeschreiblich schön und emotional ist auch das Reichen der Ringe von Gast zu Gast. In einem liebevoll ausgesuchten Kästchen gehen die Ringe von einem zum anderen und wer mag, darf laut seine Wünsche formulieren.
Auch für mich immer mit Gänsehaut verbunden, wenn Menschen mit so viel Liebe und Herzlichkeit ihre Wünsche verkünden.

Das Eheversprechen

Bei diesem Ritual geht es um Worte, die große Gefühle transportieren. Da zittern die Händen vor Aufregung und das Herz schlägt bis zum Hals. So manche Träne der Rührung und der tiefen Liebe kullert dann schon mal – und das nicht nur bei den Brautleuten.

Ein selbstgeschriebenes Eheversprechen ist ein weiterer Liebesbeweis und braucht Herz, Mut und eine perfekte Vorbereitung. Es ist gar nicht so einfach, die richtigen Worte für die ganz große Liebe des Lebens zu finden und diese dann auch vorzutragen..

Da es vielen nicht gelingt vor anderen Menschen über so etwas persönliches zu sprechen, können sich die Brautleute ihr Eheversprechen auch einfach nur feierlich überreichen um es dann in einer ruhigen Minute und nur in Zweisamkeit zu lesen..

Hier zählt die Geste, dem geliebten Menschen ein paar persönliche Zeilen zu übergeben.

Na, bekommen Sie da auch Lust auf eine freie Trauung?

Ich sage Danke an alle Paare, die ich im Sommer 2018 begleiten durfte und wünsche euch ewige Flitterwochen!

Für mich startet nun die Vorbereitung für 2019. Ich lerne meine Paare kennen und verfasse die ersten Reden. Die Winterzeit ist perfekt dafür, denn hier habe ich viel Ruhe zum Schreiben.

Sollten auch Sie Interesse an einer freie Rede für Ihre Hochzeit haben, dann melden Sie sich bitte rechtzeitig, denn meine Reden kommen nicht von der Stange und sind zu 100% auf Sie persönlich abgestimmt. Weitere Informationen erhalten Sie hier.
Ich freue mich auf Sie!

Ihre Birgit Petrich

Freie Trauung auf Usedom – zwei Leipziger sagen Ja am Strand

Die Sonne kitzelt im Nacken, die Schwäne ziehen vor dem Streckelsberg in Koserow ihre Runden auf der Ostsee und ein Brautpaar steht mitten am Strand, hält sich an den Händen und gibt sich das Ja Wort. Heiraten auf Usedom – Irene und Martin aus Leipzig haben sich diesen Traum erfüllt.

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Diese zwei haben sich einfach in die Insel Usedom verliebt. Sie kommen schon seit einigen Jahren auf das Eiland um ihren Urlaub hier zu verbringen. Beide lieben das Meer und konnten sich keinen schöneren Ort für ihre freie Trauung vorstellen. Nach einigem Stöbern im Internet, fanden die beiden dann unsere Website und kontaktierten direkt ihre Wunschdienstleister.

Neben der freien Traurednerin Birgit Petrich, der Blumenfee Kati Endert von Rosen und Dornen aus Zinnowitz, Friseurin Nancy Dahlke und Fotografin Anett Petrich, sorgte auch Nicole Ludes aus der Kuchenmanufaktur, für das perfekte Gelingen am Hochzeitstag.
Im Vorfeld stimmten sich die Leipziger zusammen mit der Fotografin und Rednerin ab um die schönste Location zu finden. Fest stand, die Trauung sollte am späten Nachmittag stattfinden, direkt am Strand, ohne viele Zuschauer. Gar nicht so leicht, Ende Juni solch ein Fleckchen zu finden. Letztendlich wurde es dann der Strand direkt vor dem Streckelsberg in Koserow.

Irene hatte sich eine fotografische getting ready Begleitung gewünscht. Als Fotografin Anett im Hotel Seerose in Kölpinsee ankam, war Friseurin Nancy schon fleißig am Schminken. Martin wurde kurzerhand nochmal an den Strand geschickt. So entspannt kann man eben nur auf Usedom heiraten.

Während Irenes Haare geflochten und gelockt wurden haben sich die Fotografin und ihre Schülerpraktikantin Tina den Detailfotos gewidmet.

Der Ausblick vom Balkon war unbeschreiblich schön, auf der linken Seite war das Meer zu sehen, auf der rechten Seite der Kölpinsee. Ob Schuhe, Brautstrauß oder Schmuck – alle Details wurden fotografisch festgehalten.

Irene hatte mit viel Liebe zum Detail diese kleine Hochzeit vorbereitet. Ihr Kleid, ihre Schuhe, der Schmuck und viele andere Kleinigkeiten waren immer gut versteckt.

Sie war stets darauf bedacht, dass Martin nicht ein bisschen von ihr zu sehen bekam. Damit Martin nicht versehentlich das Brautkleid sah, klebte sie einen Zettel an die Schranktür, der für allgemeine Erheiterung führte.

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Nachdem gefühlte 1000 Haarklemmen in Irenes Hochsteckfrisur verschwunden waren, rief sie ihren Martin an, damit dieser vom Strand zurückkommen konnte. Denn auch der Bräutigam musste sich in Schale schmeißen. Nancy verpasste der Braut noch eine ganze Menge Haarspray, es wehte nämlich eine ordentliche Brise an diesem Tag. Irene verschwand auf den Balkon damit Martin sich fertig machen konnte. Martin zog sich um und langsam kam auch bei dem tiefenentspannten Bräutigam die Aufregung zum Vorschein. Plötzlich war es super heiß im Zimmer.

Nachdem der Bräutigam fertig angezogen war, wurde er zusammen mit der Praktikantin Tina an den Kölpinsee geschickt. Dort sollte nämlich das erste Aufeinandertreffen der beiden stattfinden. Zwischenzeitlich zog nun auch Irene ihr Kleid an und versuchte mit zitternden Fingern den Schmuck anzulegen.

Fotografin Anett und die Braut machten sich dann auf den Weg zum verabredeten Steg am Kölpinsee, vorher aber schnell noch ein Fahrstuhlfoto. Um das perfekte Foto schießen zu können, ließ die Fotografin die Braut kurz warten und ging zum verabredeten Treffpunkt. Dort angekommen, bekam Anett einen ordentlichen Schreck: der Bräutigam war spurlos verschwunden.

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Als sie auf ihr Handy schaute, hatte sie einen neuen Locationvorschlag von Tina erhalten. Martin hatte kurzerhand einen anderen Treffpunkt auserkoren.

Dann war es so weit. Irene und Martin sahen sich zum ersten Mal in ihrer Hochzeitskleidung. Man spürte die Aufregung. Martin wusste nicht wie er reagieren sollte, Irene war nämlich so strahlend schön. Auch der Bräutigam in seinem blauen Anzug, ließ Irenes Augen strahlen. Das Glück war greifbar.

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Die Trauung rückte immer näher. Per Google Standort fanden sich der Bräutigam, die Rednerin und die Fotografin am Streckelsberg ein und bereiteten alles für die freie Trauung vor. Blumen wurden verstreut, das eigens angefertigte Schild aufgestellt und ein kleiner Trautisch hergerichtet.

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Irene kam am Strand entlang und wurde von ihrem Martin und der Traurednerin Birgit Petrich in Empfang genommen.

Ein großer Wunsch der Braut: Schuhe aus! 🙂
In dieser intimen Runde sprach Birgit Petrich nun über die Höhen und Tiefen im Leben der Beiden. Über ihr Kennenlernen, ihr gemeinsames Leben, Träume und Wünsche. Eine emotionale und vor allem individuelle Rede, die einige Tränchen kullern ließ.

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Und im Hintergrund die atemberaubende Ostsee – Kulisse. Bevor es zum Höhepunkt der Zeremonie kam, mussten die beiden noch eine kleinere Aufgabe lösen. Gleichzeitig aus einem Becher trinken, ohne einen Tropfen zu vergießen. Mit dem Brautbrecher oder auch Hochzeitsbecher genannt, ist dies möglich.

Im Anschluss gaben sich die beiden ihre Eheversprechen. Der wohl emotionalste Moment der Trauung, bei welchem auch Rednerin und Fotografin Tränen in den Augen hatten.

Endlich konnten Irene und Martin Ja zueinander sagen, Ja für ein gemeinsames Leben und eine gemeinsame Zukunft.
Sie tauschten ihre Ringe und genossen den ersten Kuss als Ehepaar.

Nach einem Gläschen Sekt ging es dann weiter mit den Paarfotos und einigen Detailfotos von Brautstrauß und Ringen.

Hierbei wurde ihre große Leidenschaft, das Reisen, mit in die Paarfotos eingebunden. Auch in diesem Jahr ziehen die beiden wieder mit einem Wohnmobil los und machen Kroatien unsicher.

Nach dem offiziellen Teil, ließ sich das frisch vermählte Ehepaar ein candle light dinner mit Blick auf die Ostsee, schmecken. Irene und Martin ließen ihren Hochzeitstag dann auf dem Hotelbalkon bei Kerzenschein ausklingen. Traditionell schnitten sie dann die Hochzeitstorte aus der Kuchenmanufaktur Ludes an, lauschtem dem Meer und genossen den Augenblick. Das nächtliche Foto schickten uns die beiden dann am nächsten Tag. Aus sicherer Quelle wissen wir auch, dass es einen traditionellen Hochzeitstanz der Verliebten auf dem Hotelzimmer gab.

Liebe Irene, lieber Martin, das Team von Heiraten auf Usedom wünscht euch eine wunderbare gemeinsame Lebensreise. Wir freuen uns über euer Vertrauen in unsere Arbeit und bedanken uns, dass wir eure Hochzeit hier teilen dürfen.

Sie sind auch noch auf der Suche nach professionellen Dienstleistern, die Ihre Hochzeit zum perfekten Tag werden lassen? Dann freuen wir uns auf Ihre Kontaktaufnahme.