Barfuß am Strand von Zempin heiraten

Zwei Wahl-Zinnowitzer haben sich im Sommer 2018 ihren Traum von einer Strandhochzeit auf der Insel Usedom selbst erfüllt.

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In Eigenregie haben Sie Traubogen und Fischerhütte gemietet und dann vor einer traumhaften Kulisse Ja zueinander gesagt. Auch aus unserem Team gab es Unterstützung. Zum einen sorgte die freie Traurednerin Birgit für eine emotionale und perfekt passende Hochzeitsrede und Zeremonie. Zum anderen hielt Fotografin Anett die schönsten Momente mit ihrer Kamera für die Ewigkeit fest.

Bevor es jedoch los ging, machte sich die Braut in einer urigen Fischerhütte für ihren großen Auftritt schick. Der ursprüngliche Plan war es, dass ein Fischer die Braut per Boot zur Trauung fährt. Leider war es an diesem Tag jedoch sehr stürmisch und das Wasser kam recht hoch. Deshalb wurde die Braut kurzerhand in einen nahestehenden Rettungsturm gebracht, in welchem sie dann auf ihren Einmarsch am Strand wartet. Gut bewacht von netten Rettungsschwimmern.

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Bei toller Musik, dem Rauschen den Meeres und eifrigen Blumenkinder machte sich die hübsche Braut dann auf den Weg zu ihrem aufgeregten Bräutigam.
Dieser wartete ganz gespannt zusammen mit den Gästen.

Traurednerin Birgit Petrich nahm das Paar auf ihre persönliche Reise mit. Ob das steinige Kennenlernen, die stundenlangen Telefonate oder der erste Kuss – alle Meilensteine des Paares fanden ihren Weg in der Rede. Und so manche Träne wurde hier vergossen. Aber auch herzhaft Lachen konnten alle, denn Braut und Bräutigam haben so wie alle anderen auch, ihre kleinen Macken und Ecken über die man gern schmunzeln kann.

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Bevor es jedoch an den Ringtausch und den ersten Kuss als Brautpaar ging, musten die Brautleute noch vor allen Anwesenden zeigen, wie geschickt sie sind und dass sie Aufgaben als Team bewältigen können. Hierfür leerten sie zeitgleich den Brautbecher, auch Hochzeitsbecher genannt.

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Warum die beiden sich bewusst für eine freie Trauung entschlossen haben? Sie wollten keine 0815 Rede und auch kein langweiliges Standesamtzimmer für ihre Hochzeit. Das Meer ist solch eine tolle Kulisse, warum also nicht einfach am Strand von Usedom heiraten?! Ganz entscheidend war jedoch auch, dass Carmen gerne barfuß im Sand Ja sagen wollte und diesen Wunsch konnte sie sich erfüllen.

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Nach dem Leeren des Brautbechers kam es dann zum Höhepunkt der Hochzeitszeremonie. Dem ersten Kuss als Brautpaar und dem Ringtausch. Die Ringe wurden vom Sohn gebracht und es war gar nicht so einfach die Ringe an die Ringfinger zu bekommen, was für einige Lacher sorgte.

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Im Anschluss an die Hochzeitszeremonie durften die Gäste dann erst einmal ganz in Ruhe drücken, herzen und ihre Glückwünsche aussprechen. Danach hieß es dann nochmals kurz Aufstellung nehmen für ein Gruppenfoto mit Ostsee im Hintergrund.

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Die Gäste machten sich dann auf den Weg zu den Zempiner Fischerhütten, denn dort warteten Sekt und leckere Häppchen auf sie. Diese Zeit nutzt Fotografin Anett um mit dem Paar noch einige schöne Paaraufnahmen zu machen.

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Die stürmische Ostsee bot an diesem Tag ein einzigartiges Naturschauspiel und ließ das Brautkleid ganz wunderbar im Wind flattern. Es muss also nicht immer Sonnenschein sein.

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Wir bedanken uns herzlich, dass wir diesen Tag begleiten durften und wünschem dem Brautpaar für die kommenden Jahre alles Liebe und Gute.

Sie möchten auch Strand von Usedom heiraten? Wir kümmern uns gern um Dekoration, Bestuhlung, Musikanlage und co.
Informieren Sie sich gern hier. Bitte beachten Sie, dass die abgebildete Dekoration in diesem Beitrag nicht mit der Dekoration von Hochzeit-Usedom übereinstimmt.

Text und Fotos: Anett Petrich

Hochzeitsbräuche und Rituale während einer freien Trauung

Text: freie Traurednerin Birgit
Fotos: Fotografin Anett

Wie heißt es immer so schön, vor der Hochzeit ist nach der Hochzeit.

Mein erster Hochzeitssommer liegt hinter mir und ich möchte es nicht versäumen, hier zu berichten wie es war, glückliche Paare zu begleiten. Ob am Strand, im Inselhof Vineta oder aber ganz privat im Garten der Brautpaare – an vielen verschiedenen Orten auf der Insel Usedom durfte ich Brautpaare an ihrem großen Tag begleiten.
Heute kann ich auf tolle Momente zurückblicken. Ich durfte Menschen kennen lernen, zusammen mit ihnen die Hochzeitsrede vorbereiten und es war jedes Mal spannend, Lebensmoment zu erfragen, um sie dann auch in die Rede einzubringen.

Natürlich hatte jeder seine ganz eigenen Wünsche, wenn es um Rituale ging. Anders als bei einer standesamtlichen Trauung, kann man im Rahmen einer freien Trauung nämlich noch zusätzliche Rituale und Bräuche einbauen. Diese sind natürlich nicht nur für das Brautpaar spannend, sondern haben auch für die Gäste einen emotionalen Wert. Neben den klassischen und traditionellen Ritualen, wie dem Ringtausch und dem ersten Kuss als Hochzeitspaar gibt es auch folgende Bräuche und Rituale:

Der Brautbecher, auch Hochzeitsbecher genannt

Der Brautbecher oder auch Hochzeitsbecher genannt, ist ein doppelseitiges Trinkgefäß. Früher wurde er jungen Eheleuten zur Hochzeit als Geschenk überreicht.
Heute wird er sehr gerne bei unseren Ehezeremonien zum Einsatz gebracht.

Zwei verzierte Kelche sind durch ein Gelenk miteinander verbunden, so dass Braut und Bräutigam gleichzeitig aus diesem Becher trinken können. Der große Becher stellt den Rock der Dame dar, der kleine Becher ist jener, welchen die Dame mit ihren Händen trägt.
Zusammen trinkt das junge Paar geichzeitig aus beiden Bechern. Natürlich wird dazu auch eine wunderschöne Geschichte erzählt, welche die Entstehung und Bedeutung dieses Bechers zum Inhalt hat.

Glück sollen jene haben, welche es schaffen gleichzeitig aus dem Becher zu trinken, ohne einen Tropfen zu vergießen. Ich kann verraten, dass es bisher jedem Paar gelungen ist.

Das Sandmischen – die Sandzeremonie

Die Sandzeremonie ist eine wunderschöne Geste mit einer sehr tiefen Bedeutung für das Brautpaar. Mit dem Tag der Hochzeit entsteht eine Verbindung zwischen Ehemann und Ehefrau, die durch das Zusammenfließen des Sandes symbolisiert wird.
Symbolisch mischen die Brautleute ihre Lebensträume und verdeutlichen Verbundenheit und Zusammengehörigkeit. Jeder hat seine Sandfarbe gewählt und die vielen 1000 Körnchen werden in einem Gefäß gemischt.
Natürlich können auch noch mehr Personen in diese Traummischung mit einbezogen werden. Das entscheidet alleine das Brautpaar. Ob Kinder oder Eltern oder aber auch symbolisch Menschen, die nicht mehr unter uns weilen. Ein schöne und gern gewählte Zeremonie.

Übrigens ist das Glas mit dem gefüllten Sand auch ein tolles Dekoelement und Andenken an einen wunderschönen Hochzeitstag.

Die Ringe wandern lassen

Bei diesem Ritual kommt es natürlich auch ganz auf die individuellen Wünsche des Brautpaares an.
Mittels Wunschband, dass durch die Reihen der Gäste geht, werden die Ringe über das Band von Gast zu Gast gereicht. Jeder behält diese einen kurzen Moment in den Händen, um gute Wünsche mit auf den Weg zu geben.
Unbeschreiblich schön und emotional ist auch das Reichen der Ringe von Gast zu Gast. In einem liebevoll ausgesuchten Kästchen gehen die Ringe von einem zum anderen und wer mag, darf laut seine Wünsche formulieren.
Auch für mich immer mit Gänsehaut verbunden, wenn Menschen mit so viel Liebe und Herzlichkeit ihre Wünsche verkünden.

Das Eheversprechen

Bei diesem Ritual geht es um Worte, die große Gefühle transportieren. Da zittern die Händen vor Aufregung und das Herz schlägt bis zum Hals. So manche Träne der Rührung und der tiefen Liebe kullert dann schon mal – und das nicht nur bei den Brautleuten.

Ein selbstgeschriebenes Eheversprechen ist ein weiterer Liebesbeweis und braucht Herz, Mut und eine perfekte Vorbereitung. Es ist gar nicht so einfach, die richtigen Worte für die ganz große Liebe des Lebens zu finden und diese dann auch vorzutragen..

Da es vielen nicht gelingt vor anderen Menschen über so etwas persönliches zu sprechen, können sich die Brautleute ihr Eheversprechen auch einfach nur feierlich überreichen um es dann in einer ruhigen Minute und nur in Zweisamkeit zu lesen..

Hier zählt die Geste, dem geliebten Menschen ein paar persönliche Zeilen zu übergeben.

Na, bekommen Sie da auch Lust auf eine freie Trauung?

Ich sage Danke an alle Paare, die ich im Sommer 2018 begleiten durfte und wünsche euch ewige Flitterwochen!

Für mich startet nun die Vorbereitung für 2019. Ich lerne meine Paare kennen und verfasse die ersten Reden. Die Winterzeit ist perfekt dafür, denn hier habe ich viel Ruhe zum Schreiben.

Sollten auch Sie Interesse an einer freie Rede für Ihre Hochzeit haben, dann melden Sie sich bitte rechtzeitig, denn meine Reden kommen nicht von der Stange und sind zu 100% auf Sie persönlich abgestimmt. Weitere Informationen erhalten Sie hier.
Ich freue mich auf Sie!

Ihre Birgit Petrich